23. März 2026
O welch ein Wunder, gestern Nacht bin ich nur einmal aufgewacht um Wasser zu lassen. Statt alle zwei Stunden Wasser zu lassen, wie es die letzten fünf Monate üblich war, wachte ich um sechs Uhr auf ohne jeden Druck zu verspüren.
Mir geht es erstaunlich gut. Das Ganze habe ich nicht den Ärzten oder mir zu verdanken, sondern allein der Gnade Gottes, getragen durch die Geschwister und dem Gebet der Versammlung; das kann ich bezeugen.
Diese fünf letzten Monate sind für mich so schnell vergangen, wie fünf Wochen; es muss die Heftigkeit der Umstände gewesen sein, dass die Zeit so verflogen ist.
Ich nehme die Verantwortung für meinen Gesundheitszustand, so gut wie möglich in Zusammenarbeit mit den Ärzten und der gängigen Medizin.
Zur vorgeschlagenen Therapie konnte ich keinen Frieden und kein ja finden. Für eine Entscheidung erbat ich eine Pause bis Mitte Mai. Bei der letzten Untersuchung erhielt ich eine Pause bis zum 9. Juni.
Nach vier Tagen setzte ich die vorgeschriebenen Pillen ab und bin entschlossen, eine Therapie ohne Chemie, anzuwenden. Nach dem Prinzip welches ich seit fünfzig Jahren anwende:
Deine Nahrung soll deine Medizin sein, und deine Medizin deine Nahrung.
Weil ich keine neue Ernährungslehre weitergeben möchte oder kann, werde ich über die Erfahrungen und Verantwortung zu unserer Gesundheit hier weitergeben.
Dienstag, 10. März 2026
Unter dieser Überschrift werde ich die laufenden Erfahrungen und Beobachtungen über den Werdegang mit meinem Tumor und der medizinischen Betreuung beschreiben.
Das Ergebnis war besser als erwartet.
Zuerst mein Zustand vor dem Besuch zum Urologen. Ich erhielt nach einer Woche Aufenthalt im Klinikum Klagenfurt wieder einen Katheter, und wurde nach dem dritten Spitalsaufenthalt mit einer schweren Hodenentzündung in häusliche Pflege mit Bettruhe entlassen. Ich laboriere nach zwei Operationen weiterhin mit dem Tumor.
Gestern Morgen wurde der Katheter entfernt und mittags ein Restharn von 200ml festgestellt. In einer Woche soll ich zur Kontrolle wieder erscheinen. Mein Bitte war, bis Mitte Mai eine Pause wegen einer künftigen Tumor-Therapie einzulegen. Stattdessen erhielt ich eine Pause bis Anfang Juni, wo eine Zystoskopie der Blase erfolgen wird. Der Hoden, doppelt so groß wie eine Kiwi angeschwollen, war für den Urologen keine Beachtung wert. Für mich war es die größte Belastung, seither schenke ich der Schwellung kaum noch Beachtung.
Die Nacht überstand ich besser als bei den früheren Entfernungen vom Katheter.
Sonntag, 8. März 2026
Zuerst gebührt aller Lob, Preis und Dank Gott, geschenkt durch Jesus Christus.
Ich entschied eine Woche lang ohne jede News, Mail, Handy, TV oder Internet die Woche im Klinikum zu verbringen, dafür die Psalmen durchzumachen. Nach neununddreißig Jahren Leben im Glauben war diese Entscheidung eine der Besten die ich traf, weil ich mehr über mich, die Menschen, die Welt und Gott lernen durfte.
Mittlerweile bin ich bei Psalm 133 angelangt, wo geschrieben steht: Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!
Danke für die Gebete und Teilnahme aller Freunde zu meiner mittlerweile schon fünfmonatigen Mini-Hiob Reise. Ich habe noch immer Bettruhe verordnet.
Ich grüße mit Psalm 125:1-2
Die auf den HERRN vertrauen, sind wie der Berg Zion, der nicht wankt, der in Ewigkeit bleibt, Jerusalem – Berge sind rings um es her: So ist der HERR rings um Sein Volk, von nun an bis in Ewigkeit.
11. Februar 2026
Es steht geschrieben:
“Was menschlich gesehen unmöglich ist, ist bei Gott möglich.”Horche bitte dieser wunderbaren Geschichte zu. Der Lob und Dank gebühren dafür allein Gott, denn nach der zu erwartenden Entwicklung meiner Gesundheit, sollte ich menschlich gesehen, mich mit großen Einschränkungen abfinden.
Der Reihenfolge nach beschreibe ich die letzten Monate seit ich Anfang Oktober 2025 die Diagnose von einem Tumor in der Blase erhielt.
Der Schreiber konnte sich niemals vorstellen alt zu werden, oder zugeben, dass er alt wird. Der Grund lag einzig darin, dass ich mit 79 Jahren und nach der Aussage meines Arztes biologisch siebenundvierzig sei. Das war so vor gut drei Jahren, also 2023.
Doch dann wurde ich von meinem Hochmut und Stolz auf das härteste Heruntergeholt. Meine Überheblichkeit als „Besserwisser“ reicht nicht nur zum Thema Gesundheit, sondern erstreckt sich zu den meisten Lebensbereichen. Nun bin ich richtig klein geworden und akzeptiere im vierundachtzigsten Jahr alt zu sein. An meiner Überheblichkeit, Besserwisserei und meinem restlichen Stolz arbeitet die Liebe Gottes.
Anfang November wurde ich das erste Mal operiert und einen Monat später zum zweiten Mal. Die mir größte „Höchststrafe“ war mit einem Katheter am Bein gehen zu müssen und in der Nacht damit gefesselt zu sein.
Auf meiner Tochter Rat übte ich Beckenboden Stärkung und ein paar Tage darauf, passierte folgendes. Im Stehen erlebte ich, dass ich richtig schön -wie ohne Katheter- länger Wasser lassen konnte. Doch meine Freude währte nicht lange, denn ich merkte, dass das Wasser nicht in den Beutel floss, sondern mehrheitlich daneben in meine Hose. Das passierte gleich ein paarmal.
Bei erster Gelegenheit besuchte ich den Urologen und mir wurde der Katheter entfernt und ich durfte ohne Katheter nach Hause gehen. Zur Kontrolle von Harnrückstand musste ich mittags zurückkommen. Das Ergebnis war ein Restharn von 380 ml.
Noch in der Nacht vor meinem Besuch zum Urologen, wurde mir deutlich klar, dass ich meine Nachbarschaft mit der guten Nachricht des Evangeliums erreichen soll. Zu den Menschen gehen und nicht warten, bis sie zu mir kommen wurde mir deutlich. Daraufhin entschloss ich vor Gott, dass ich mich um die etwa zweihundert Familien mit meiner Austrian Post kümmern soll.
Am nächsten Tag war der Wasserrückstand nur mehr bei 114 ml. Ich konnte nach der ersten Nacht mein Glück kaum fassen und nach der zweiten Nacht bin ich sehr erfreut, weil mein Wasserlassen von viermal davon zweimal richtig flüssig war, einmal eher schwierig und einmal davon eher schmerzlich schwer.
Die erste Nacht war anstrengend, weil ich alle dreißig Minuten bis zu einer Stunde Wasser lassen musste. Der Intervall vom Wasserlassen steigerte sich -wahrscheinlich wegen meiner Erschöpfung- auf bis zu zwei Stunden. Gestern Nacht war es schon besser, ich konnte fast zwei Stunden am Stück durchschlafen.
Zusammengefasst bin ich – ohne den geringsten Schatten eines Zweifels – sehr dankbar wie ich die Hand Gottes durch meine Beziehung zu meinem Herrn Jesus erleben darf. In Geborgenheit bin ich durch das Gebet der Gläubigen in meiner Versammlung getragen und beim letzten Besuch erwähnte ich in meinen Gesprächen sehr oft, dass ich nur eine Bitte habe, dass ich vom Katheter befreit werde. Durch meinen Reststolz bat ich, dass Gottes Wille geschehe, durfte aber gleichzeitig ernstlich für Heilung bitten.
Weiteres ist es durch die Abhängigkeit von Gott deutlich, dass Sein Wort Wahrheit ist. Ich darf dazu folgende Worte zitieren, wie geschrieben steht:
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“[1]
Klar ist, dass durch M7 mein Stoffwechsle gefördert und mein Immunsystem dahin gestärkt ist und eine unterstützende Rolle eingenommen hat. Meine Lebensweise von Essen und Trinken macht den entscheidenden Unterschied zwischen voller Abhängigkeit oder einer Partnerschaft mit der Medizin. Verantwortung zu seinem – sowieso nicht gehörenden – Körper ist allemal dienlicher zum Ergebnis seiner Gesundheit als seinem Körper gegenüber gleichgültig zu sein. Zweifelsfrei werden Autos besser behandelt, als die meisten Menschen mit ihren Körper umgehen.
Noch dazu sollen, ja müssten Christen dafür leben, dass sie vom Herrn Jesus erkauft worden sind. Dazu steht im Brief des Paulus an die Römer geschrieben:
„Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein lebendiges Opfer, das Gott dargebracht wird und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe.“[2]
Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Leib nicht mehr uns gehört, sondern für Gott durch Jesus erkauft worden ist. Im ersten Brief an die Korinther des Apostels steht geschrieben:
„Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst. Gott hat euch freigekauft, damit ihr Ihm gehört; lebt deshalb so, dass ihr mit eurem Körper Gott Ehre bereitet.“[3]
Ich darf trotz der bisher größten Schwierigkeiten meines Lebens eine Geborgenheit erfahren, getragen durch das Gebet vieler Geschwister meiner Versammlung und der Zuversicht durch den mir geschenkten Glauben. Die größte Stütze dabei ist meine Frau, die von Anfang an die Zuversicht bekommen hat, dass Gott mit mir noch nicht fertig ist und einige Dinge noch passieren müssen. Wenn immer sie von Zweifel oder Entmutigung befallen wurde, wurde sie von den Worten aus dem Evangelium des Markus erinnert, wo geschrieben steht:
„Fürchte dich nicht, glaube nur.“
Ich bin richtig dankbar und bescheiden geworden und will und kann nicht mehr frohlocken, sondern harre der Dinge, denn ein langer Weg zur Wiederherstellung meiner Gesundheit wird dauern. Meine Immuntherapie beginnt am 17. Februar und wird voraussichtlich das kommende Jahr und darüber hinaus Zeit in Anspruch nehmen.
Vorerst schließe ich diesen Beitrag mit zwei Tiraden aus der Wutrede von Giovanni Trapattoni die ich in Anspruch nehme: „Ich habe fertig“ und “Wie eine Flasche leer.”
[1] Aus dem Brief an die Römer des Apostels Paul, Luther Übersetzung
[2] Hoffnung für alle Übersetzung
[3] Hoffnung für alle Übersetzung
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Dienstag, 2. Dezember 2025
Es steht geschrieben, und ich darf es mit Hiob halten:
Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat’s gegeben, der HERR hat’s genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
Und mit dem Apostel Paulus darf ich einstimmen wie er in seinem zweiten Brief an Timotheus schreibt:
Der Herr aber wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Und in der Offenbarung steht geschrieben:
Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Horche auf, wo immer man hinsieht heute, es ist mehr Traurigkeit, Verzweiflung, Angst, Trübsal, Freudlosigkeit, Bedrückung und Depression in den schmachtenden Gesichtern der Menschen zu sehen, als Freude, Zuversicht, Vertrauen, Lichtblick und Hoffnung.
Hart, aber ganz zielgenau ist es nicht verwunderlich, denn die Menschen sind geistlich tot und wissen es nicht einmal.
Wurde soeben vom Klinikum angerufen und zu einer zweiten OP am 8. Jänner 2026 eingeladen. Das ist keine gute Nachricht, aber ich darf mit Freude, Vertrauen, Zuversicht und Hoffnung dem Tag entgegenblicken, weil ich geistlich WIEDERGEBOREN bin und mit Gottes Hilfe durch den einzigen Vermittler Jesus Christus ohne Last diese Botschaft annehmen kann.
Jesus ist nicht mehr am Arm der Maria und wirkungslos als Baby geblieben, sondern Er hat Seinen Dienst in dreieinhalb Jahren erledigt. Er sagt zu den Niedergeschlagenen: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Horche, das Problem ist, die Menschen lieben sich selber mehr, als Jesus der den Tod getötet hat und werden durch ihre geistliche Blindheit ihr -sowieso nicht gehörendes Leben- umsonst erledigen müssen.
Und was üben die Geistlichkeiten aus, die sich um die Seelen kümmern sollten? Schon acht Jahrhunderte vor Christus schreibt der Prophet Jesaja: Alle ihre Wächter sind blind, sie wissen alle nichts. Stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können, sie sind faul, liegen und schlafen gerne.
Es hat sich und wird sich nichts ändern, denn die FAKE-Priester der Religionen sind so geistlich tot, wie ihre Schafe.
Der Jünger den der HERR liebt hat, schreibt in seinem ersten Brief:
Wer den Sohn (JESUS) hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes (JESUS) nicht hat, der hat das Leben nicht.
Genug, wer hören will, der wird hören und sich um die wichtigste Sache in seinem Leben kümmern, nämlich warum du überhaupt hier bist und wo du hingehst.
Es gibt nur zwei Wege und du entscheidest welchen Weg du gehst. Auch wenn du nicht entscheidest ist es eine ENTSCHEIDUNG, die eine wird ein “Happy End” haben, die andere im ewigen Desaster enden. Daher gib 8!
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